Wann verwendet man das Plus-que-parfait?

Im Französischen drückt das Plus-que-parfait eine Handlung aus, die in der Vergangenheit bereits abgeschlossen war, bevor eine andere Vergangenheitshandlung einsetzte. Es wird oft als „Vorvergangenheit“ bezeichnet – also eine Tat, die noch weiter zurückliegt als eine andere.

Stell dir vor, Sophie kommt nach Hause. Als sie hereinkommt, steht schon das Abendessen auf dem Tisch. Die Mutter hat es also schon vor Sophies Ankunft fertiggestellt. Auf Französisch heißt das: Quand Sophie est rentrée, sa mère avait déjà préparé le dîner. Hier ist das Kochen („préparé“) die frühere Handlung – sie steht im Plus-que-parfait.

Bildet wird es ganz einfach: mit dem Hilfsverb avoir oder être in der Vergangenheitsform (im passé composé) und dem Partizip Perfekt des Hauptverbs. Meist benutzt man avoir, aber bei Bewegungsverben oder Reflexivverben greift man auf être zurück – und dann gibt’s auch noch die Übereinstimmung im Genus und Numerus, wie bei Elle était partie.

Im gesprochenen Französischen taucht das Plus-que-parfait nicht so oft auf – viele Sprecher ersetzen es durch einfache Formen. Doch im geschriebenen Stil, etwa in Erzählungen oder Berichten, ist es wichtig, um zeitliche Abläufe klar darzustellen.

Wer es sicher beherrscht, kann feine Unterschiede in der Zeit beschreiben – etwa, was schon geschehen war, bevor etwas anderes eintrat. Das macht den Ausdruck viel präziser und stilistisch stärker.

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