Warum die Temperatur von Getränken den Magen beeinflusst

Wer kalte Getränke liebt, besonders an heißen Tagen, sollte auf seinen Magen hören. Kaltes Wasser ist nicht per se schlecht, aber für empfindliche Mägen kann es unangenehme Folgen haben. Viele Menschen bemerken, dass sie nach einem eiskalten Getränk plötzlich Bauchschmerzen verspüren oder sogar Durchfall bekommen. Das liegt daran, dass der Magen auf starke Temperaturreize empfindlich reagiert.

Wenn sehr kalte Flüssigkeiten in den Magen gelangen, kann die Muskulatur kontrahieren – also sich zusammenziehen. Das stört die Verdauung und kann Blähungen oder Krämpfe verursachen. Besonders bei Menschen mit empfindlichem Verdauungssystem oder bei bestehenden Magenproblemen ist Vorsicht geboten. Die goldene Regel lautet daher: lieber mäßig gekühlt statt eisgekühlt.

Experten empfehlen, Getränke in einer Temperatur nahe der Körpertemperatur zu sich zu nehmen, also eher lauwarm oder leicht gekühlt. So wird der Verdauungstrakt nicht abrupt gestört. Auch in traditionellen Heilkunden wie der chinesischen Medizin gilt: Zu kalte Speisen und Getränke schwächen das „Verdauungsfeuer“ – ein Konzept, das gut mit modernen Erkenntnissen zur Magenempfindlichkeit übereinstimmt.

Wer trotzdem gerne Wasser trinkt, sollte darauf achten, wie sich der Körper danach fühlt. Oft reicht schon leicht gekühltes Wasser aus dem Kühlschrank – nicht aber direkt aus der Tiefkühltruhe mit Eiswürfeln. Magenfreundlich ist, was den Körper nicht schockiert. Kleine, regelmäßige Schlucke sind besser verträglich als große Mengen auf einmal.

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