Was bedeutet Keton im Urin?
Ein leichter Nachweis von Ketonen im Urin ist bei gesunden Menschen normal – vor allem, wenn man länger nichts gegessen hat, intensiv trainiert oder eine kohlenhydratarme Ernährung verfolgt. In der Regel liegen die Werte dann unter 0,5 mmol/l und sind völlig unbedenklich.
Wirklich erhöhte Ketonkonzentrationen im Urin können jedoch ein Warnsignal sein. Besonders beim unbehandelten oder schlecht eingestellten Diabetes mellitus kommt es oft zu einem starken Anstieg. Der Körper kann dann keinen ausreichenden Zugang zu Glukose nutzen und wechselt verstärkt auf die Fettverbrennung – mit der Folge, dass vermehrt Ketone entstehen. Wenn diese sich im Blut und Urin anreichern, kann das zu einer gefährlichen Stoffwechsellage namens ketoazidose führen.
Symptome wie starker Durst, häufiges Wasserlassen, Übelkeit oder ein fruchtiger Geruch in der Atmung sollten daher nicht ignoriert werden. Bei Diabetikern ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers – und gegebenenfalls der Ketonwerte – wichtig, um frühzeitig reagieren zu können.
Gelegentliche, geringe Ketonwerte im Urin sind also meist harmlos. Steigen sie jedoch deutlich an, besonders bei bekannten Risikofaktoren wie Diabetes, ist medizinische Abklärung ratsam. Die Ursache gezielt zu erkennen, hilft, Komplikationen frühzeitig zu verhindern.
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