Ist koffeinfreier Kaffee wirklich besser für den Magen?

Wer nach dem Kaffee oft ein Brennen im Magen spürt, fragt sich vielleicht: Ist entkoffeinierter Kaffee die bessere Wahl? Die Antwort lautet oft: Ja – aber nicht, weil er grundsätzlich säureärmer wäre.

Der wahre Grund liegt im Koffein.

Koffein regt die Produktion von Magensäure an. Bei empfindlichen Menschen kann das zu Unwohlsein, Sodbrennen oder Verdauungsbeschwerden führen. Koffeinfreier Kaffee enthält kaum noch davon – und deshalb reagiert der Magen oft deutlich gelassener.

Interessant ist jedoch: Der Säuregehalt im Kaffee selbst ändert sich durch die Entkoffeinierung kaum. Was sich wirklich verändert, ist die Wirkung im Körper. Ohne den stimulierenden Effekt des Koffeins wird nicht nur der Darm, sondern vor allem der Magen weniger gereizt.

Das bedeutet: Wenn du sensibel bist, solltest du nicht nur auf den Koffeingehalt achten, sondern auch auf die Röstung. Dunklere Röstungen sind oft verträglicher, da sie natürlicherweise säu­r­är­mer sind – unabhängig davon, ob mit oder ohne Koffein.

Ein Tipp:

Manche Menschen vertragen koffeinfreien Kaffee besser – aber nicht alle. Es kommt auf die individuelle Verträglichkeit an. Wer unsicher ist, kann im Wechsel testen und auf seinen Körper hören.

Insgesamt ist entkoffeinierter Kaffee eine gute Alternative für alle, die den Geschmack lieben, aber weniger Belastung für den Magen suchen. Und ja: Er kann tatsächlich schonender sein – vor allem dank weniger Koffein.

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