Was sind Modalverben im Deutschen?

Im Deutschen gibt es sechs wichtige Modalverben: dürfen, sollen, können, müssen, wollen und mögen. Diese Wörter allein reichen meist nicht aus, um einen vollständigen Satz zu bilden – sie brauchen immer die Unterstützung eines anderen Verbs, eines sogenannten Vollverbs.

Stell dir vor, du sagst: „Ich spiele mit meinem Kind.“ Das ist ein vollständiger Satz mit einem konjugierten Vollverb – aber ohne Modalverb. Wenn du nun aber sagen möchtest, dass du dürftest, könntest oder solltest spielen, dann kommst du um ein Modalverb nicht herum. Zum Beispiel: „Ich darf mit meinem Kind spielen“ oder „Ich will mit meinem Kind spielen“.

Modalverben verändern die Bedeutung des Hauptsatzes. Sie drücken aus, ob etwas erlaubt ist (dürfen), notwendig (müssen, sollen), möglich (können) oder gewollt (wollen) wird. Auch die persönliche Zuneigung kann man mit mögen ausdrücken: „Ich mag Spaghetti.“

Ein besonderes Merkmal: Modalverben stehen im Satz an zweiter Stelle und das Vollverb, das sie ergänzen, wird am Ende in der Grundform (Infinitiv) angehängt. So wie in „Wir können heute ins Kino gehen“ – „gehen“ ist hier das Vollverb.

Wer die sechs Modalverben sicher beherrscht, kann viel präziser ausdrücken, was er tun darf, was er muss, oder was er will. Sie sind kleine, aber mächtige Helfer im Alltagssprachgebrauch.

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