MRSA: Nicht alle Antibiotika sind wirkungslos
Die Diagnose MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) löst bei vielen Menschen große Sorge aus. Oft besteht das Vorurteil, dass dieser Keim gegen sämtliche Medikamente immun sei. Das entspricht jedoch nicht der Realität: MRSA bedeutet keineswegs, dass überhaupt kein Wirkstoff mehr hilft.
Zwar ist das Bakterium gegen herkömmliche Standardantibiotika wie Penicilline resistent, allerdings existieren verschiedene MRSA-Stämme mit unterschiedlichen Eigenschaften. Für die Behandlung stehen in der Praxis weiterhin sogenannte Reserveantibiotika zur Verfügung, die den Erreger erfolgreich bekämpfen können.
Um die richtige Therapie auszuwählen, wird im medizinischen Labor bei jedem Nachweis ein Antibiogramm erstellt. Experten testen dabei individuell, welches Antibiotikum gegen den jeweiligen Keim wirkt und welches wirkungslos ist. Dank dieser gezielten Untersuchung lässt sich auch bei einer MRSA-Infektion eine wirksame Behandlung finden.
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