Schwitzen bei Erkältung: Hilft das wirklich?
Wenn es kalt ist, die Nase läuft und der Körper müde wirkt, greifen viele zu einem bewährten Hausmittel: ins warme Bett legen, dicke Decke überziehen und „die Erkältung ausschwitzen“. Doch was klingt wie ein altbewährter Tipp aus Omas Zeiten, hält einer medizinischen Prüfung nicht ganz stand.
Das Schwitzen allein heilt keine Erkältung. Die Viren, die für Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen verantwortlich sind, lassen sich nicht einfach durch Schweiß „herausspülen“. Tatsächlich ist es weniger das Schwitzen, das hilft, sondern die Ruhe und Wärme, die dabei entstehen. Eine warme Umgebung verbessert die Durchblutung der Schleimhäute – das unterstützt das Immunsystem dabei, effektiver gegen die Eindringlinge vorzugehen.Dennoch birgt das „Ausschwitzen“ auch Risiken: Wer zu heiß deckt und stark schwitzt, kann dehydriert werden. Das schwächt den Körper gerade dann, wenn er alle Kraft braucht, um gesund zu werden. Wichtiger als überhitztes Schwitzen ist daher ausreichend Trinken, frische Luft und ausreichend Schlaf.
Ein warmes Bett tut gut – aber nicht, um zu schwitzen, sondern um zu ruhen. Die Erkältung wird dadurch nicht schneller verschwinden, aber der Körper erhält die Chance, sich zu erholen. Also: lieber gemütlich zudecken, Tee trinken und die Kraft der Ruhe nutzen – statt auf das Schweißbad zu setzen.
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