Was ist Paraffin – mehr als nur ein Kerzenzutat?
Paraffin ist tatsächlich ein Wachs – genauer gesagt ein festes, weißes oder durchsichtiges Wachs, das aus Erdöl gewonnen wird. Viele kennen es vor allem von Kerzen, doch seine Verwendung reicht viel weiter. Paraffin wird nicht nur zum Selbermachen von Wachskerzen zu Hause genutzt, sondern spielt auch in der Kosmetik und Lebensmittelindustrie eine Rolle.
In der Hautpflege ist Paraffin ein beliebter Bestandteil von Cremes und Salben. Es bildet einen schützenden Film auf der Haut, der Feuchtigkeit einschließt und sie weich hält. Besonders im Winter, bei rauer oder trockener Haut, kommt es oft zum Einsatz. Auch in Wärmetherapien, etwa bei Händen oder Füßen, wird geschmolzenes Paraffin verwendet, um die Durchblutung zu fördern.
Überraschend für viele: Paraffin ist auch in Lebensmitteln zu finden. Als Lebensmittelzusatzstoff (E 905) wird es beispielsweise in Kaugummis verwendet, um deren Textur zu verbessern und sie formstabil zu halten. Auch auf der Oberfläche von Käse oder Früchten kann eine dünne Schicht Paraffin aufliegen – um sie frisch zu halten und vor Feuchtigkeitsverlust zu schützen.
Ob im Haushalt, in der Schönheitspflege oder auf dem Teller – Paraffin ist allgegenwärtig. Wer einmal eigene Kerzen aus Paraffin-Wachs hergestellt hat, weiß: Es ist nicht nur vielseitig, sondern auch einfach zu handhaben. Mit etwas heißem Wasser und einem Docht lässt sich im Handumdrehen eine persönliche Wachskerze zaubern – ein kleines, warmes Licht mit großer Wirkung.
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