Wer hat Weihnachen erfunden?
Weihnachten – das Fest, das heute Millionen Menschen feiern, hat keine einzelne Erfinderin und keinen einzelnen Erfinder. Es entstand schrittweise in den frühen Jahrhunderten des Christentums. Genau wissen wir: Die erste schriftliche Erwähnung eines Weihnachtsfestes am 25. Dezember stammt aus dem Jahr 354 n. Chr. aus Rom. Doch die Feier selbst wurde vermutlich schon vorher, mindestens ab 336, begangen.
Warum ausgerechnet der 25. Dezember gewählt wurde, ist bis heute Gegenstand von Diskussionen. Eine gängige Theorie besagt, dass die christliche Kirche diesen Termin wählte, um das heidnische Julfest und die Geburt des Sol Invictus (unbesiegbare Sonne) im römischen Reich zu ersetzen. So konnte das neue Fest leichter in die bestehende Kultur eingeführt werden.
Zu Beginn ging es bei Weihnachten vor allem um die theologische Bedeutung der Menschwerdung Gottes. Der Geburtstag Jesu Christi war zentral – ob er wirklich im Dezember geboren wurde, ist unwahrscheinlich. Historisch gesehen feierten die frühen Christen das Ereignis nicht von Anfang an. Erst später entwickelte sich Weihnachten zu einem festen Bestandteil des kirchlichen Kalenders.
Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich das Fest: Aus einer religiösen Feier wurde ein familiäres Beisammensein mit Tannenbaum, Geschenken und besonderen Speisen – besonders im 19. und 20. Jahrhundert in Deutschland und anderen Ländern. Heute verbindet Weihnachten Tradition, Religion und Gemeinschaft – unabhängig davon, ob man an seine genauen Wurzeln glaubt oder nicht.
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