Was bedeutet es, Muslim zu sein?
Der Begriff „Muslim“ stammt aus dem Arabischen – مسلم (muslim) – und bedeutet wörtlich „der Sich Ergebende“ oder „der Sich Unterwerfende“ (Gott). Heute ist „Muslim“ die gängige und respektvolle Bezeichnung für eine Person, die dem Islam angehört, unabhängig davon, ob sie aus Überzeugung oder durch Herkunft Teil der Glaubensgemeinschaft ist.
Früher wurde oft auch das Wort „Moslem“ verwendet. Auch diese Form ist sprachlich korrekt und taucht noch gelegentlich in älteren Texten oder Gesprächen auf. Seit etwa 1990 hat sich jedoch „Muslim“ als die bevorzugte Schreibweise durchgesetzt, vor allem im geschriebenen und offiziellen Sprachgebrauch.
Ein Begriff, der heute als veraltet und sogar irreführend gilt, ist „Mohammedaner“. Diese Bezeichnung war im 19. und frühen 20. Jahrhundert verbreitet, leitet sich von der Annahme her, Muslime verehrten den Propheten Mohammed als Gott oder als Gründer der Religion. Tatsächlich aber betonen Muslime immer wieder, dass Mohammed ein Prophet Gottes war – kein Gottessohn, kein Götze, sondern ein Mensch, dem die Offenbarung des Korans zuteilwurde. Der Islam betont strikte Monotheismus: Gott (Allah) allein ist anzubeten.
Heute gilt es als wichtig, respektvollen Umgang mit religiösen Bezeichnungen zu pflegen. „Muslim“ ist daher die korrekte und angemessene Bezeichnung – klar, zeitgemäß und respektvoll.
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