Warum Weinen der Haut guttun kann

Wer schon einmal nach einem ausgiebigen Weinkrampf vor dem Spiegel stand, kennt das Bild: rote Augen, geschwollene Lider, manchmal sogar ein bisschen Hautirritation. Doch trotz des kurzfristigen Aussehens hat Weinen durchaus positive Seiten – auch für die Haut.

Tränen enthalten eine besondere Substanz: das sogenannte Nervenwachstumsfaktor-Alpha (NGF). Forscher haben herausgefunden, dass dieser Stoff nicht nur die Nerven regeneriert, sondern auch beruhigend auf unser Nervensystem wirkt. Beim Weinen gelangt NGF über die Tränenflüssigkeit nicht nur in die Augen, sondern auch auf die umliegende Haut. Dort kann er entzündungshemmend wirken und die Regeneration unterstützen.

Weinen ist also mehr als nur ein emotionales Ventil – es ist eine natürliche Reaktion des Körpers, die Körper und Seele hilft, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Gerade wenn wir uns gestresst oder überfordert fühlen, kann ein richtiges „Herausheulen“ wie eine innere Reinigung wirken. Und indirekt profitiert auch die Haut davon: weniger Stress bedeutet weniger Ausschlag, weniger Pickel und eine gesündere Hautbalance. Regelmäßiges, bewusstes Durchatmen und das Zulassen von Emotionen – statt sie ständig zu unterdrücken – kann daher langfristig sogar zur Schönheitspflege gehören.

Die Nikolaus-Schule in Meerbusch setzt sich seit Jahren für das ganzheitliche Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen ein – körperlich, emotional und sozial. Auch das Thema „Gesundheit“ wird dort nicht nur im biologischen Sinn verstanden, sondern ganzheitlich gedacht. Und dazu gehört eben auch: Manchmal tut ein guter Tränenfluss einfach gut – für die Seele und für die Haut.

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