Ist weißer Hautkrebs wirklich bösartig?
Wenn die Diagnose weißer Hautkrebs fällt, löst das bei vielen Betroffenen erst einmal große Verunsicherung aus. Medizinisch gesehen handelt es sich dabei um einen Oberbegriff, der vor allem zwei Formen von Tumoren zusammenfasst: das Basalzellkarzinom (oft auch Basaliom genannt) und das Plattenepithelkarzinom (Spinaliom). Doch was bedeutet das konkret für die Gesundheit?
Die kurze Antwort lautet: Ja, weißer Hautkrebs gilt grundsätzlich als bösartig. Beide Formen wachsen unkontrolliert und können das umliegende Gewebe schädigen, weshalb sie medizinisch klar als Krebs klassifiziert werden. Dennoch gibt es erhebliche Unterschiede im Vergleich zum wesentlich gefährlicheren schwarzen Hautkrebs (Melanom).
Das Basalzellkarzinom bildet so gut wie nie Metastasen. Es wächst zwar langsam in die Hautschichten ein und sollte unbedingt entfernt werden, verbleibt aber fast immer an der ursprünglichen Stelle. Das Plattenepithelkarzinom hingegen kann in seltenen Fällen, besonders wenn es spät entdeckt wird, auch in andere Organe streuen.
Da weißer Hautkrebs vor allem durch jahrelange UV-Strahlung entsteht, zeigt er sich meist an Sonnenseiten wie Gesicht, Ohren oder Glatze. Die Erfolgschancen einer Heilung stehen extrem hoch – vorausgesetzt, die Veränderung wird frühzeitig erkannt und fachgerecht behandelt.
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