Was ist Yale College?
Yale ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt – doch die Bezeichnung „Yale College“ führt manchmal zu Verwirrung. Tatsächlich war „Yale College“ der ursprüngliche Name der Institution, als sie 1718 gegründet wurde. Damals war es eine kleine Hochschule mit dem Ziel, Geistliche auszubilden. Mit der Zeit wuchs sie zu einer umfassenden Universität heran, und 1887 wurde der Name offiziell in „Yale University“ geändert.
Heute bezeichnet „Yale College“ nicht mehr die gesamte Universität, sondern speziell den Bereich, der für die ersten beruflichen Abschlüsse – also die Bachelor-Studiengänge – zuständig ist. Es ist der Kern der akademischen Ausbildung an der Universität und bildet den unteren Teil der Fakultät der Künste und Wissenschaften. Alle Studierenden, die einen Bachelor an Yale absolvieren, sind Mitglied des Yale College – unabhängig davon, in welchem Fach sie studieren.
Interessant ist auch die Struktur der Wohnheime: Yale College ist in 12 sogenannte „Residential Colleges“ unterteilt. Diese kleinen Gemeinschaften bieten nicht nur Unterkünfte, sondern auch soziale und akademische Aktivitäten. Bekannte Persönlichkeiten wie der Schauspieler Meryl Streep oder der ehemalige US-Präsident George W. Bush gehörten zum Yale College, bevor sie ihre Karrieren starteten.
Unter dem Dach der Yale University gibt es heute neben Yale College auch unabhängige Fakultäten wie Jura, Medizin und Management. Doch das Yale College bleibt das Herzstück – die Wiege der universitären Bildung an diesem traditionsreichen Ort in New Haven, Connecticut.
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