Wenn die Stimmung kippt: Wer ist eigentlich „muffelig“?
Wir alle kennen solche Momente – der Kaffee ist kalt, der Verkehr steht, und plötzlich ist die Laune im Keller. Doch wie nennt man jemanden, der gerade ganz besonders schlecht gelaunt ist?
Mürrisch, unfreundlich oder unterkühlt – das sind gängige Wörter, um jemanden zu beschreiben, der weder lächelt noch Smalltalk mag. Diese Begriffe passen gut in formelle oder neutrale Situationen, etwa wenn ein Kollege schweigsam bleibt oder ein Nachbar kaum grüßt.Im Alltag klingen die Worte aber oft etwas steif. Da greift man lieber zu umgangssprachlichen Ausdrücken wie muffelig oder mufflig. Beides stammt ursprünglich aus der Küche – „muff“ bezeichnet feuchte, abgestandene Luft – und wird heute humorvoll für Menschen verwendet, die grummelig oder schlecht gelaunt sind. „Der ist heute aber muffelig“ – so sagt man, wenn jemand sichtlich schlechte Laune hat, ohne es zu übertreiben.
Auch garstig oder kurz angebunden sind gängige Begriffe. „Garstig“ klingt etwas bäuerlich oder dialektal, drückt aber treffend aus, wenn jemand nicht nur schlecht gelaunt, sondern richtig unfreundlich ist. Und wer kurz angebunden ist, antwortet knapp, ohne Höflichkeit – meist, weil ihm gerade danach ist.
Natürlich hat jeder mal einen schlechten Tag. Ob man dann als „mürrisch“ durchgeht oder doch nur „etwas muffelig“ wirkt, hängt oft vom Blickwinkel ab. Hauptsache, die gute Laune kehrt bald zurück.
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