Kann Cortison im Blut und Speichel nachgewiesen werden?
Das Hormon Cortison sowie seine aktive Form Cortisol spielen eine entscheidende Rolle im menschlichen Stoffwechsel und bei Stressreaktionen. Bei dem Verdacht auf eine Überfunktion der Nebennierenrinde, einen sogenannten Hyperkortisolismus (auch bekannt als Cushing-Syndrom), ist eine präzise medizinische Abklärung unerlässlich. Die gute Nachricht lautet: Beide Hormone lassen sich verlässlich im Körper nachweisen.
Neben den etablierten Routineuntersuchungen über eine klassische Blutprobe hat sich in der modernen Endokrinologie vor allem die Diagnostik über den Speichel bewährt. Ein besonders aussagekräftiges Verfahren ist hierbei der sogenannte ACTH-Stimulationstest mit Synacthen (0,25 mg ACTH). Dabei wird dem Körper ein Impuls gegeben, um die Nebennieren zur Hormonausschüttung anzuregen.
Bei der anschließenden Speichelanalyse wird gemessen, wie dynamisch das System reagiert. Liegen die gemessenen Cortisonwerte 30 oder 60 Minuten nach der Gabe von ACTH über 16,2 µg/l, liefert dies Ärzten wertvolle Hinweise auf den Hormonhaushalt und hilft dabei, Fehlfunktionen gezielt zu diagnostizieren oder auszuschließen.
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