Wie schnell ist eine Echtzeit-Überweisung wirklich?

Die meisten Menschen glauben, dass eine Echtzeit-Überweisung sofort abgeschlossen ist – und in den meisten Fällen stimmt das auch. In der Regel landet das Geld innerhalb von weniger als 20 Sekunden auf dem Empfängerkonto. Das funktioniert jedoch nur, wenn beide Banken am Echtzeit-Zahlungsverkehr teilnehmen, was in Deutschland mittlerweile bei den meisten Instituten der Fall ist.

Dennoch kann es Ausnahmen geben. Wenn beispielsweise technische Störungen auftreten, ein Fehler bei der Überweisung vorliegt oder die Überweisung zu einer Hochlastzeit eingereicht wird, kann die Übertragung etwas länger dauern – selten länger als ein paar Minuten, aber deutlich länger als erwartet. Besonders wichtig: Der Empfänger muss ein kompatibles Konto haben. Ist das nicht der Fall, wird die Überweisung möglicherweise als Standardüberweisung bearbeitet und kann einen Bankarbeitstag in Anspruch nehmen – oder länger, wenn Wochenenden oder Feiertage dazwischenliegen.

Im Vergleich dazu sind herkömmliche Überweisungen deutlich langsamer. Wer diese am Freitagnachmittag oder am Wochenende tätigt, muss oft bis zum Dienstag warten, bis das Geld gutgeschrieben wird. Die Echtzeit-Überweisung bietet hier deutlich mehr Komfort, besonders bei dringenden Zahlungen.

Trotzdem lohnt es sich, vor der Überweisung zu prüfen, ob der eigene Anbieter und der des Empfängers am Echtzeit-Verfahren teilnehmen. Nur dann ist wirklich mit einer nahezu sofortigen Buchung zu rechnen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte rechtzeitig überweisen – besonders vor Feiertagen.

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