Kann Schilddrüsenunterfunktion Mouches volantes auslösen?

Die Frage, ob eine Schilddrüsenunterfunktion Mouches volantes – jene kleinen schwebenden Punkte oder Fäden im Gesichtsfeld – verursachen kann, wird immer wieder gestellt. Die gute Nachricht: Eine direkte Verbindung zwischen einer unteraktiven Schilddrüse und diesen Augenphänomenen besteht in der Regel nicht.

Was sind Mouches volantes?
Diese kleinen „fliegenden Mücken“ entstehen meist durch altersbedingte Veränderungen im Glaskörper des Auges. Sie sind meist harmlos, können aber bei manchen Menschen verstärkt auftreten – unabhängig von der Schilddrüse.

Die Schilddrüse beeinflusst viele Körperfunktionen, darunter den Stoffwechsel, die Energiegewinnung und die Hautgesundheit. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) leiden viele unter Müdigkeit, Gewichtszunahme oder trockener Haut. Doch Augenprobleme wie Mouches volantes stehen in der Regel nicht direkt im Zusammenhang mit einer gestörten Schilddrüsenfunktion.

Es gibt jedoch eine Ausnahme: Bei einer Schilddrüsenerkrankung im Zusammenhang mit Morbus Basedow können Augen betroffen sein – hier spricht man von einer „thyreotoxischen Orbitopathie“, bei der es zu Augenrötungen, Druckgefühl oder Sehstörungen kommen kann. Aber das ist eine andere Erkrankung als die Schilddrüsenunterfunktion.

Wenn Sie Mouches volantes bemerken, besonders wenn sie plötzlich zunehmen oder mit Lichtblitzen einhergehen, sollten Sie dennoch einen Augenarzt aufsuchen. Ursachen können im Auge liegen – beispielsweise eine Glaskörperabhebung – und haben meist nichts mit der Schilddrüse zu tun.

Fazit: Eine Unterfunktion der Schilddrüse verursacht in der Regel keine Mouches volantes. Beide Beschwerden können jedoch gleichzeitig auftreten, ohne dass ein ursächlicher Zusammenhang besteht.

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