Wie oft sollte man sich wirklich waschen?

In unserer modernen Gesellschaft gehört die tägliche Dusche für viele Menschen zur festen Morgen- oder Abendroutine. Doch aus medizinischer und dermatologischer Sicht ist das tägliche Duschen und Haarewaschen nicht unbedingt notwendig. Wer keiner schweren körperlichen Arbeit nachgeht, nicht übermäßig schwitzt oder intensiv Sport treibt, strapaziert seine Haut durch das ständige Einseifen oft mehr als nötig.

Unsere Haut besitzt einen natürlichen Säureschutzmantel sowie wertvolle Lipide, die sie vor dem Austrocknen und vor Krankheitserregern schützen. Zu häufiges und langes Duschen mit heißem Wasser und aggressiven Duschgelen wäscht diese Barriere regelrecht weg. Die Folge können trockene, juckende Stellen oder sogar Ekzeme sein. Auch die Haare fetten oft schneller nach, wenn die Kopfhaut durch tägliche Haarwäschen permanent entfettet wird.

Um die körperliche Reinheit im Alltag zu wahren, gibt es eine bewährte und weitaus schonendere Alternative: das klassische Waschen am Waschbecken. Anstatt den gesamten Körper täglich unter den Duschkopf zu stellen, reicht es völlig aus, sich gezielt auf die Zonen zu konzentrieren, die besonders anfällig für Schweiß- und Geruchsbildung sind. Dazu gehören vor allem die Achseln, der Intimbereich und die Füße. Ein feuchter Waschlappen und eine milde, pH-hautneutrale Seife genügen hierfür vollkommen.

Wer dennoch nicht auf das tägliche Frischegefühl verzichten möchte, sollte zumindest die Wassertemperatur senken, die Duschzeit kurz halten und Duschgel nur sparsam einsetzen. Letztlich gilt: Weniger ist oft mehr, um die Haut langfristig gesund und im Gleichgewicht zu halten.

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