Warum der Februar nur 28 Tage hat

Der Februar ist der kürzeste Monat des Jahres – und das hat historische Gründe. Ursprünglich hatte der römische Kalender nur zehn Monate, und das Jahr begann im März. Der Februar war damals der letzte Monat des Jahres und bekam 28 Tage, während andere Monate wie Januar und März länger waren.

Die alten Römer glaubten, dass gerade Zahlen Unglück brächten, deshalb bevorzugten sie ungerade Monatslängen. So hatte etwa der Januar 29 Tage, der Februar zunächst 27 – zusammen mit den anderen Monaten ergab das ein Jahr von 355 Tagen. Das war deutlich kürzer als das Sonnenjahr, das etwa 365,25 Tage dauert.

Um das Jahr im Einklang mit den Jahreszeiten zu halten, wurde alle zwei Jahre ein zusätzlicher Monat eingefügt – der sogenannte Schaltmonat – und gleichzeitig dem Februar fünf Tage entzogen. Auf diese Weise blieb der Kalender einigermaßen stabil, auch wenn er für uns heute ziemlich verwirrend wirkt.

Später, unter Julius Cäsar, wurde der Kalender reformiert. Der julianische Kalender führte Schalttage ein, statt zusätzlicher Monate, und der Februar blieb mit 28 Tagen der kürzeste – im Schaltjahr mit 29. Diese Regelung überdauerte die Jahrhunderte und prägt bis heute unseren Kalender. So ist der Februar, obwohl er so kurz ist, ein echter Geschichtsträger – geprägt von alten Aberglauben, praktischen Lösungen und der Suche nach Ordnung im Lauf der Zeit.

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