Sind Gewürze Lebensmittel?

Die Frage, ob Gewürze als Lebensmittel gelten, ist verständlich – schließlich stehen sie meist nur in kleinen Dosen in der Küche und werden nur in geringen Mengen verwendet. Doch laut den offiziellen „Leitsätzen für Gewürze und andere würzende Zutaten“ des Deutschen Lebensmittelbuchs sind Gewürze eindeutig Lebensmittel. Genauer gesagt: Gewürze sind Pflanzenteile, die wegen ihres Geschmacks oder Geruchs bewusst Lebensmitteln hinzugefügt werden, um diese zu verfeinern.

Das bedeutet: Ob frischer Thymian, gemahlener Zimt oder getrockneter Oregano – all das zählt als Lebensmittel. Sie unterliegen denselben Anforderungen an Qualität, Reinheit und Kennzeichnung wie andere Lebensmittel auch. Interessant ist dabei der Unterschied zur „Würze“ im rechtlichen Sinne: Während Gewürze natürlichen Ursprungs sind, bezeichnet der Begriff „Würze“ oft künstliche oder technisch hergestellte Aromen, die nicht als Gewürze gelten.

Ein Gewürz ist also mehr als nur ein Geschmackszusatz – es ist ein Lebensmittel im eigentlichen Sinn.

Ob in der Suppe, im Eintopf oder beim Grillen: Ohne Gewürze wäre unsere Küche viel blasser. Dank ihrer vielfältigen Aromen bereichern sie nicht nur den Geschmack, sondern tragen auch zur Kultur des Essens bei. Wer also das nächste Mal zum Paprikapulver oder zur Currymischung greift, sollte wissen: Es handelt sich um ein vollwertiges Lebensmittel – mit klaren Regeln und langer Tradition.

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