Kann eine zu starke Periode gefährlich sein?

Ja, eine sehr starke Periode kann auf Dauer gesundheitliche Folgen haben – vor allem, wenn sie über mehrere Monate hinweg auftritt. Wer während der Regelblutung viel Blut verliert, verliert damit auch viel Eisen. Eisen ist lebenswichtig für die Bildung roter Blutkörperchen, die Sauerstoff im Körper transportieren. Wird zu viel Eisen über die Menstruation abgegeben, kann der Körper nicht genug gesunde Blutkörperchen nachbilden.

Das führt oft zu einem Eisenmangel, der sich durch Müdigkeit, Blässe, Schwäche und Konzentrationsschwierigkeiten bemerkbar macht. Im fortgeschrittenen Stadium spricht man von einer sogenannten Anämie – einer Blutarmut, die ärztlich behandelt werden sollte. Besonders betroffen sind Frauen mit sehr langen oder extrem blutigen Perioden, aber auch jene, deren Ernährung ohnehin eisenarm ist.

Wichtig ist: Eine starke Periode ist nicht automatisch gefährlich – aber sie sollte nicht ignoriert werden. Wer merkt, dass er etwa alle zwei Stunden das Pad oder Tampon wechseln muss, sollte einen Arzt aufsuchen. Ursachen können zum Beispiel Myome, hormonelle Ungleichgewichte oder die seltene Erkrankung Endometriose sein. Mit der richtigen Diagnose lassen sich viele dieser Probleme gut behandeln – sei es durch Medikamente, eine angepasste Ernährung oder in manchen Fällen auch durch einen operativen Eingriff.

Offen über die eigene Periode zu sprechen, ist kein Tabu – es ist ein Schritt zur besseren Gesundheit. Eine starke Regelblutung zu haben, muss kein Schicksal sein.

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