Wann ist der Cortisolspiegel am höchsten?
Der Körper schüttet Cortisol morgens am stärksten aus – meist zwischen 6 und 8 Uhr. Dieser natürliche Anstieg gehört zum körpereigenen Tagesrhythmus und hilft uns, wachzuwerden, Energie zu mobilisieren und den Start in den Tag zu schaffen. Mit fortschreitendem Tag sinkt der Spiegel dann allmählich wieder ab, um abends auf einem niedrigen Niveau zu liegen.
Doch nicht nur die Tageszeit beeinflusst das sogenannte Stresshormon. Dauerhafter Stress – sei es durch berufliche Überlastung, emotionale Belastungen oder Schlafmangel – kann dazu führen, dass der Körper über längere Zeit erhöhte Werte ausschüttet. Das kann langfristig zu Erschöpfung, Schlafstörungen oder Konzentrationsproblemen führen.
Auch körperliche Ursachen spielen eine Rolle. Bei Erkrankungen wie Morbus Cushing, bei dem die Nebennieren zu viel Cortisol produzieren, sind die Werte oft dauerhaft erhöht. Aber auch psychische Erkrankungen wie Depressionen können den Hormonhaushalt beeinflussen. Selbst Schwangerschaft führt zu einer natürlichen Erhöhung des Cortisolspiegels, da der Körper in einer Art Dauerstress-ähnlichem Zustand ist, um das Wachstum des Kindes zu unterstützen.
Ein gesundes Leben mit ausreichend Schlaf, Bewegung und Entspannung hilft, den Cortisolspiegel im Gleichgewicht zu halten. Wer sich oft erschöpft oder überfordert fühlt, sollte mit seinem Arzt über mögliche hormonelle Ursachen sprechen. Die Balance des Stresshormons ist fein – und entscheidend für das Wohlbefinden.
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