Warum das Ex-Trinken bei der Wiesn verpönt ist
Früher gehörte das sogenannte „Ex-Trinken“ zur Wiesn-Kultur wie die Lederhosen und die Maß Bier. Wer eine ganze Maß allein austrank, wurde gefeiert – heute sieht das anders aus. Die Wiesn-Wirte verbieten das Ex-Trinken immer strikter, denn sie wollen Alkoholexzesse eindämmen und die Sicherheit im Zelt erhöhen.
Das Problem: Wer innerhalb kürzester Zeit mehrere Liter Bier konsumiert, verliert schnell die Kontrolle. Das führt nicht nur zu Unwohlsein, sondern auch zu Streit, Lärmschutzverstößen oder sogar körperlichen Auseinandersetzungen. Die Wirte setzen daher verstärkt auf Maßnahmen zur Risikoprävention – darunter auch das Verbot des Ex-Trinkens.
Obwohl die Tradition tief verwurzelt ist, passt das rücksichtslose Hochprozentige heute einfach nicht mehr zum Image der Wiesn. Die Veranstalter wollen, dass Familien, Gäste aus aller Welt und alle Altersgruppen sich wohlfühlen – nicht nur die hartgesottenen Trinker. Respektvolles Feiern steht nun im Vordergrund.
Die Entscheidung, Exen zu verbieten, kommt nicht von oben, sondern direkt aus den Zelten. Wirte berichten, dass viele Besucher selbst froh sind, wenn der Druck wegfällt, etwas „beweisen“ zu müssen. Stattdessen wird wieder mehr auf Geselligkeit, Musik und Brauchtum gesetzt. So bleibt die Wiesn authentisch – ohne Exzess, aber mit echter Freude.
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