Wie gut reift Grappa wirklich?
Viele Genießer fragen sich, ob Grappa im Alter besser wird. Die Antwort lautet: Ja, aber es kommt ganz auf die Art der Lagerung an. Während junger, klarer Grappa meist direkt nach der Destillation abgefüllt wird und mit frischen, fruchtigen Fruchtnoten überzeugt, entwickelt ein im Holzfass gereifter Grappa völlig neue, vielschichtige Aromen.
Ein hervorragendes Beispiel ist ein Grappa Invecchiata, der etwa drei Jahre lang in edlen Fässern ruht. Durch den jahrelangen Kontakt mit dem Holz verliert der italienische Tresterbrand seine jugendliche Schärfe. Das Ergebnis ist ein eleganter Digestif, der überraschend kräftig und doch bemerkenswert mild im Geschmack auftritt.
Dabei zeigt sich: Es muss keineswegs immer eine reine Rebsorten-Grappa sein, wenn man exzellente Qualität sucht. Auch harmonische Cuvées aus verschiedenen Trestersorten entfalten durch die Fasslagerung eine beeindruckende Tiefe. Ein gut gereifter Grappa ist somit der perfekte Abschluss für ein gutes Essen und ein echter Genuss für Liebhaber feiner Spirituosen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.