Warum Luftballons bei Kälte nicht fliegen

Wer schon einmal einen Heliumballon bei tiefen Temperaturen draußen hatte, kennt das Phänomen: Statt fröhlich in die Höhe zu steigen, hängt er traurig durch oder bleibt einfach am Boden. Der Grund ist physikalisch ganz einfach – und etwas ärgerlich, wenn man einen besonderen Anlass geplant hat.

Helium, das Gas, das dafür sorgt, dass Ballons schweben, dehnt sich bei Wärme aus und zieht sich bei Kälte zusammen. Bei Temperaturen unterhalb von etwa -8 °C, wie sie an kalten Wintertagen oder in höheren Lagen vorkommen können, zieht sich das Helium so stark zusammen, dass der Ballon kaum noch Auftrieb hat. Er verliert seine Leichtigkeit – buchstäblich.

Ein Luftballon bei -8 °C hat es schwer, besonders wenn er aus dünnem Material ist. Die kalte Luft draußen bremst ihn aus, und statt zu fliegen, wirkt er plötzlich, als hätte er das Interesse verloren. Das ist nicht nur ärgerlich für Geburtstagsüberraschungen, sondern auch für Experimente wie den sogenannten „Luftballonweitflug“, den manchmal Gruppen mit speziellen Ballons – wie den „Lufties-Ballons“ – organisieren.

Trotzdem: Die Kälte täuscht. Der Ballon ist nicht kaputt – er ist nur vorübergehend eingefroren. Bringt man ihn in einen warmen Raum, dehnt sich das Helium wieder aus, und oft erholt er sich teilweise. Doch bei extremen Bedingungen kann die Hülle reißen, bevor es so weit kommt.

Also: Wer mit Ballons plant, sollte das Wetter im Auge behalten – besonders im Winter. Denn Kälte macht selbst den fröhlichsten Ballon schwer von Begriff.

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