Kann Hautkrebs auch ohne Sonne entstehen?
Die Sonne gilt als Hauptursache für Hautkrebs – doch die Wahrheit ist komplexer. Wie der Experte Kritscher erklärt, kann Hautkrebs auch ohne direkte Sonneneinstrahlung oder Sonnenbrand entstehen. Das bedeutet: Selbst wer sich stets schützt und nie einen Sonnenbrand hatte, ist nicht vollständig sicher.
Der gefährlichste Typ: Das maligne MelanomUnter den verschiedenen Formen von Hautkrebs ist das maligne Melanom, auch „schwarzer Hautkrebs“ genannt, besonders tückisch. Es ist zwar seltener als andere Arten, aber dafür oft lebensbedrohlich. Der Grund: Es breitet sich schnell aus und kann früh Metastasen bilden – also Tochtergeschwülste in anderen Körperteilen. Viele Betroffene haben nie einen Sonnenbrand erlitten, und doch entwickelt sich der Tumor.
Warum das so ist? Forscher vermuten, dass genetische Faktoren eine große Rolle spielen. Bestimmte Veranlagungen können dazu führen, dass sich pigmentbildende Zellen unkontrolliert teilen – unabhängig von UV-Bestrahlung. Auch spontane Mutationen in der Hautzelle können den Auslöser liefern.
Trotzdem bleibt die Sonne ein entscheidender Risikofaktor. Regelmäßiges Sonnenbaden erhöht die Wahrscheinlichkeit für Hautkrebs – selbst ohne sichtbare Schäden wie Sonnenbrand. Die UV-Strahlung kann tiefer in die Haut eindringen und dort langfristig Schäden verursachen, die sich erst Jahre später zeigen.
Die Botschaft ist klar: Regelmäßige Hautkontrollen sind wichtig, besonders bei Personen mit vielen Muttermalen oder familiärer Vorbelastung. Vorbeugen kann man – aber vollständig ausschließen, dass Hautkrebs entsteht, kann man nicht. Deshalb: Augen offenhalten, Haut beobachten, bei Veränderungen früh zum Arzt.
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