Kann man täglich 10.000 Euro bar einzahlen?
Grundsätzlich ist es möglich, große Bargeldbeträge bei der Bank einzuzahlen – aber seit dem 9. August 2021 gelten strengere Regeln. Wer als Bestandskunde mehr als 10.000 Euro in bar einzahlt, muss bei Verdacht auf Geldwäsche einen Nachweis über die Herkunft des Geldes vorlegen. Für Gelegenheitskunden, also Personen, die kein festes Konto bei der Bank haben, greift diese Regel bereits ab 2.500 Euro.
Das bedeutet: Selbst wenn Sie täglich 9.000 Euro einzahlen, könnte die Bank trotzdem misstrauisch werden – besonders, wenn solche Beträge ungewöhnlich für Ihr Konto sind. Denn die Banken sind gesetzlich verpflichtet, verdächtige Transaktionen zu prüfen, um Geldwäsche zu verhindern. Es geht also nicht nur um eine einzelne Einzahlung, sondern um das Gesamtbild Ihres Kontoverhaltens.
Wichtig zu wissen: Die 10.000-Euro-Grenze stammt aus der EU-Antigeldwäscherichtlinie und soll nicht ehrliche Bürger behindern, sondern kriminelle Machenschaften erschweren. Wer regelmäßig größere Beträge umsetzt – zum Beispiel als Gewerbetreibender –, sollte daher im Vorfeld mit seiner Bank sprechen, um Missverständnisse zu vermeiden.
Einmalige oder häufige Einzahlungen in dieser Höhe sind also nicht verboten, aber sie unterliegen einer stärkeren Kontrolle. Wer den Herkunftsnachweis nicht liefern kann, riskiert, dass das Geld nicht angenommen wird – oder sogar eine Meldung an die Finanzaufsicht erfolgt.
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