Kann man zwei Jahre abgelaufenes Mehl noch verwenden?

Ja, in den meisten Fällen ist abgelaufenes Mehl noch bedenkenlos nutzbar – auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bereits zwei Jahre zurückliegt. Das gilt allerdings nur, wenn das Mehl richtig gelagert wurde und keine Anzeichen von Schimmel, Modergeruch oder Schädlingen aufweist.

Mehl ist ein trockenes Lebensmittel, in dem sich Keime kaum vermehren können. Deshalb verdirbt es eigentlich nicht im herkömmlichen Sinne. Das MHD dient daher weniger der Sicherheit als der Qualität: Es sagt aus, bis wann der Hersteller eine einwandfreie Frische garantiert. Danach kann sich die Textur oder der Geschmack leicht verändern – das Mehl wird meist etwas geschmacksneutraler –, aber es bleibt meist noch lange nutzbar.

Wichtig ist die Lagerung: Wenn das Mehl kühl, trocken und luftdicht verschlossen aufbewahrt wurde, hält es oft deutlich länger als angegeben. Besonders Vollkornmehle enthalten jedoch mehr Fett und können mit der Zeit ranzig werden. Ein kurzer Geruchstest reicht hier aus – riecht es muffig, nussig oder fischig, sollte es entsorgt werden.

Für normale Backzwecke wie Kuchen, Brot oder Pfannkuchen ist altes Weizenmehl nach zwei Jahren meist kein Problem. Sollte es optisch und geruchlich einwandfrei sein, steht einem Einsatz nichts im Weg. Selbst in der Industrie wird oft mit Mehlen gearbeitet, die über dem MHD liegen, solange sie geprüft wurden.

Also: Vertrauen Sie Ihrer Nase und Ihren Sinnen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist eine Orientierung, kein absolutes Verfallsdatum – besonders bei trockenen Produkten wie Mehl.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen