Kann zu viel Magnesium das Herz beeinträchtigen?

Ja, eine übermäßige Zufuhr von Magnesium kann unter bestimmten Umständen tatsächlich zu Herzrhythmusstörungen führen. Während Magnesium allgemein als wichtiges Mineral für die Herzgesundheit gilt und Mangelzustände oft mit unregelmäßigen Herzschlägen einhergehen, ist auch ein Überschuss nicht ungefährlich. Besonders bei Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion, die überschüssiges Magnesium nicht ausreichend ausscheiden können, steigt das Risiko einer Überdosierung.

Symptome einer Magnesiumüberladung beginnen oft mit Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall – ein bekannter Effekt, den auch viele Abführmittel nutzen. Doch bei sehr hohen Konzentrationen im Blut kann es zu Muskelerschlaffung, Übelkeit, Müdigkeit und im schlimmsten Fall zu Störungen des Herzrhythmus kommen. In seltenen Fällen droht sogar ein lebensbedrohlicher Herzstillstand, wenn die Elektrolytbalance stark aus dem Gleichgewicht gerät.

Interessant ist, dass selbst bei Einhaltung der empfohlenen Tagesmengen bei manchen Menschen Nebenwirkungen auftreten können. Die individuelle Verträglichkeit spielt hier eine große Rolle. Die empfohlene Zufuhr liegt für Erwachsene bei etwa 300 bis 400 Milligramm pro Tag – eine Menge, die meist durch eine ausgewogene Ernährung gedeckt ist. Nüsse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und grünes Gemüse sind natürliche Magnesiumquellen.

Wer Präparate einnimmt, sollte deshalb vorsichtig sein und nicht wahllos die Dosis erhöhen. Bei bestehenden Erkrankungen, insbesondere der Niere, ist Rücksprache mit dem Arzt wichtig. Magnesium ist lebenswichtig – doch wie so oft im Körper gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift.

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