Fleisch nach Ablaufdatum: Wann ist Schluss?

Das Verbrauchsdatum bei Fleisch sollte stets ernst genommen werden. Wenn auf der Verpackung „mindestens haltbar bis“ steht, handelt es sich meist um ein Qualitätsdatum – aber bei frischem Fleisch ist Vorsicht geboten. Oft steht hier ein Verbrauchsdatum, das strenger ist: Danach sollte das Fleisch nicht mehr verzehrt werden, auch nicht zwei Tage später.

Warum? Weil sich auf rohem Fleisch schnell Bakterien bilden, die selbst durch Erhitzen nicht immer vollständig abgetötet werden. Besonders bei Hackfleisch oder durchgegarten Stücken ist das Risiko höher. Ein abgelaufenes Verbrauchsdatum bedeutet: Finger weg.

Anders sieht es mit bereits gegartem Fleisch aus – etwa ein Rest vom Sonntagsbraten. Dieses hält sich im Kühlschrank zwei bis drei Tage, gut abgedeckt und bei maximal 7 Grad Celsius. Wichtig: Immer vor dem Verzehr kurz erhitzen, nie kalt essen. Und riechen Sie vorher – muffig oder säuerlich? Dann besser entsorgen.

Die richtige Lagerung spielt übrigens von Anfang an eine große Rolle. Kaufen Sie Fleisch als Letztes im Supermarkt, bringen Sie es schnell nach Hause und legen Sie es sofort in die Kühltheke. Die Temperatur sollte unter 5 Grad liegen. So bleibt es länger frisch und sicher.

Zusammenfassend: Beim rohen Fleisch gilt – nach Ablauf des Verbrauchsdatums lieber nicht riskieren. Beim Gekochten hingegen: zwei bis drei Tage sind in Ordnung, wenn es richtig gelagert wurde. Gesunder Menschenverstand und die Nase helfen oft besser als jedes Schildchen auf der Packung.

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