Kann man „Freund“ und „Freundin“ gendern?

Die Frage, ob man Wörter wie „Freund“ und „Freundin“ gendern kann, beschäftigt viele – besonders im schriftlichen Alltag, sei es in E-Mails, Bewerbungen oder offiziellen Texten. Die Antwort lautet: Ja, man kann sie gendern – aber wie sinnvoll und zugänglich die jeweilige Form ist, hängt stark von der Methode ab.

Beliebte Varianten sind die Doppelnennung („Freund und Freundin“), der Schrägstrich („Freund/Freundin“) oder das Gender-Gap („Freund\*in“). Diese Formen machen zwar auf Geschlechtervielfalt aufmerksam, haben aber einen Haken: Sie sind für Menschen mit Lesestörungen oder Nutzer von Sprachassistenten oft schwer verständlich. Gerade im digitalen Raum kann das zu Ausschluss führen.

Ein guter Kompromiss ist daher die Verwendung einer geschlechtsneutralen Alternative. Statt „Freund/Freundin“ kann man einfach von „Menschen“ sprechen – je nach Kontext vielleicht auch von „Bekannten“, „Mitmenschen“ oder „Partner\*in“. Solche Formulierungen sind inklusiver und barriereärmer, ohne an Klarheit einzubüßen.

Letztlich geht es nicht darum, perfekt zu formulieren, sondern Respekt und Offenheit zu zeigen. Wer sprachlich versucht, alle mitzunehmen, leistet einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Teilhabe. Und das ist – ganz ohne Genderstern – einfach menschlich.

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