Kann man gelbe Gurken noch bedenkenlos essen?

Wer im eigenen Garten oder beim Wocheneinkauf auf eine Gurke stößt, die eine deutlich gelbliche Färbung aufweist, stellt sich schnell die Frage: Ist das Gemüse noch genießbar oder gehört es in die Biotonne? Grundsätzlich gilt, dass gelbe Gurken in vielen Fällen nicht giftig sind und verzehrt werden können.

Wenn die Früchte der Cucumis sativus aufgrund einer Erkrankung oder eines parasitären Befalls der Mutterpflanze ihre grüne Farbe verlieren und sich gelb verfärben, lassen sie sich bei einem ausreichenden Reifegrad meist dennoch in der Küche verwerten. In solchen Fällen ist der Geschmack oft unbeeinträchtigt, solange die Textur der Frucht noch fest ist.

Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied zu beachten: die Überreife. Wenn eine Gurke ganz natürlich am Strauch überreif wird, lagert sie vermehrt Cucurbitacine ein. Dabei handelt es sich um Bitterstoffe, die in größeren Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. Vor dem Verzehr sollte daher immer ein kleiner Geschmackstest gemacht werden: Schmeckt die gelbe Gurke deutlich bitter, sollte sie sicherheitshalber nicht mehr gegessen werden. Ist sie hingegen geschmacksneutral oder leicht süßlich, spricht nichts gegen die Zubereitung, beispielsweise in einem erfrischenden Schmorgurkengericht.

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