Kann man im Schlaf ersticken? Die Wahrheit über Schlaf-Apnoe

Die Vorstellung, im Schlaf zu ersticken, lässt viele Menschen unruhig werden. Doch in den meisten Fällen ist der Körper gut darauf vorbereitet. Bei einer Erkrankung wie der Schlaf-Apnoe allerdings kann es tatsächlich zu Atempausen kommen – manchmal mehrere Sekunden, selten sogar über eine Minute lang.

Was viele nicht wissen: Der Körper meldet sich meist rechtzeitig zurück. Selbst wenn die Atmung stockt, löst das Gehirn einen kurzen Weckreiz aus. Meist bemerken Betroffene das gar nicht bewusst. Stattdessen wachen sie nur ganz kurz auf, atmen hektisch ein paar Mal nach und fallen dann wieder in den Schlaf. Diese Zyklen können sich bis zu hundertmal pro Nacht wiederholen – und dennoch bleibt der Betroffene oft jahrelang unerkannt.

Trotzdem ist die Sache nicht harmlos. Die ständigen Unterbrechungen rauben den erholsamen Tiefschlaf. Die Folgen sind tagelange Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und eine erhöhte Gefahr für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder Schlaganfall. Langfristig kann Schlaf-Apnoe die Gesundheit erheblich belasten.

Typische Anzeichen? Lauter Schnarcher, Keuchen in der Nacht oder das Gefühl, trotz acht Stunden Schlaf nicht erholt aufzuwachen. Wer das kennt, sollte nicht abwarten. Eine Untersuchung im Schlaflabor klärt schnell auf, ob eine Apnoe vorliegt. Und die gute Nachricht: Die Behandlung – oft mit einer Atemmaske – wirkt schnell und effektiv.

Also: Echt ersticken? Fast nie. Aber leiden kann man sehr wohl – oft völlig unnötig.

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