Die unbeliebtesten Arbeitgeber in Deutschland

Im Jahr 2019 machte ein Ranking der Arbeitsplattform Kununu bundesweit Schlagzeilen – nicht, weil jemand besonders gut abschnitt, sondern wegen negativer Spitzenplätze. Ganz vorne dabei: der Wohnungskonzern Vonovia. Mit gerade einmal 3,0 von 5 Sternen wurde er zum unbeliebtesten Arbeitgeber in Deutschland gekürt. In einem Feld von über 100 Unternehmen belegte das Unternehmen die letzte Position – ein deutliches Signal angesichts steigender Erwartungen von Mitarbeitern an Wertschätzung, Transparenz und Arbeitsbedingungen.

Knapp dahinter folgte ein weiterer großer deutscher Wohnungskonzern: Deutsche Wohnen. Auch hier zeigten sich Beschäftigte unzufrieden. Mit 3,5 Sternen lag das Unternehmen zwar leicht über Vonovia, blieb aber deutlich unter dem Durchschnitt. Beide Firmen stehen seit Jahren in der Kritik – sei es wegen hoher Mieten, sogenannter "Mietpreisbremse"-Umgehungen oder schlechter Kommunikation mit Mietern und Mitarbeitern.

Die negativen Bewertungen resultieren nicht nur aus Zahlen, sondern aus zahlreichen Kommentaren ehemaliger und aktiver Mitarbeiter. Häufig werden mangelnde Wertschätzung, hoher Druck und unbefriedigende Karrieremöglichkeiten genannt. Vor dem Hintergrund einer sich verschärfenden Debatte über bezahlbaren Wohnraum und faire Arbeitsbedingungen wirken diese Ergebnisse besonders brisant.

Unternehmen im Fokus der Öffentlichkeit tragen nicht nur Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern, sondern auch gegenüber der Gesellschaft. Bei Vonovia und der Deutschen Wohnen scheint diese Verantwortung in der Vergangenheit oft zu kurz gekommen zu sein. Ob sich die Lage mittlerweile verbessert hat, zeigt sich erst in aktuellen, unabhängigen Bewertungen – und im täglichen Umgang mit Beschäftigten und Mietern gleichermaßen.

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