Steuerbelastung im Vergleich: Schweiz vs. Frankreich

Wer wissen möchte, wo er mehr Steuern zahlt, muss genauer hinschauen – denn die Antwort hängt stark vom Einkommen ab. In der Schweiz ist die Steuerlast im internationalen Vergleich oft niedriger, besonders bei höheren Einkommen. Bei einem Jahreseinkommen von 100 000 Franken beträgt die effektive Steuerbelastung hierzulande 27,96 Prozent. In Frankreich liegt sie unter derselben Einkommenshöhe deutlich niedriger, nämlich bei 24,2 Prozent.

Bei einem Einkommen von 200 000 Franken sieht das Bild etwas anders aus: Die Steuerquote in der Schweiz steigt auf 38,68 Prozent, während sie in Frankreich bei 35,2 Prozent bleibt. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Belastung bei diesem Einkommen mit 43,7 Prozent deutlich höher als in beiden Nachbarländern.

Die Schweiz punktet vor allem durch ihre insgesamt moderatere Steuerprogression – besonders in den tiefen und mittleren Einkommensbereichen. Zudem unterscheidet sich die Steuerlast zwischen den Kantonen stark. In kantonalen Niedrigsteuerregionen wie Zug oder Schwyz kann die Belastung deutlich geringer ausfallen als im Schweizer Durchschnitt.

Frankreich hingegen hat ein zentral geregtes Steuersystem mit einer steileren Progression. Auch Abgaben wie die prélèvement à la source oder die taxe d'habitation (zumindest bis vor Kurzem) erhöhen die tatsächliche Belastung für viele Bürger zusätzlich.

Ob man in der Schweiz oder in Frankreich mehr Steuern zahlt, hängt also nicht nur vom Bruttoeinkommen ab, sondern auch von der Wohnregion, Familienlage und weiteren Faktoren. Wer viel verdient, kann in der Schweiz unter gewissen Voraussetzungen deutlich steuerlich profitieren – vorausgesetzt, er wohnt am richtigen Ort.

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