Was kann bei EMDR passieren?
EMDR, eine Therapieform zur Behandlung von Traumata, ist für viele Menschen hilfreich – aber nicht immer leicht zu ertragen. Die Methode kann tiefgreifend wirken, besonders wenn belastende Erinnerungen verarbeitet werden, die lange verdrängt waren.
Während oder nach einer Sitzung können plötzlich unangenehme Erinnerungen hochkommen – manchmal sogar solche, von denen man vorher gar nicht wusste, dass sie da sind. Es ist nicht selten, dass bisher unbekannte Traumata bewusst werden. Das kann verwirrend, erschreckend oder emotional sehr intensiv sein.
Emotionen wie tiefe Traurigkeit, Wut oder Angst können auftreten. Auch körperliche Reaktionen sind möglich: Kopfschmerzen, Unruhe oder ein beklemmendes Gefühl im Brustkorb sind Beispiele dafür, wie Traumaerinnerungen sich im Körper zeigen. Das bedeutet nicht, dass die Therapie schiefgeht – im Gegenteil: Es kann ein Zeichen dafür sein, dass die Verarbeitung beginnt.
Trotz der Herausforderungen gilt EMDR als wirksames Verfahren, wenn es von erfahrenen Therapeuten begleitet wird. Wichtig ist, dass genug Zeit für Ruhe nach einer Sitzung eingeplant wird und dass man sich nicht sofort großen Belastungen aussetzt.
Die Erfahrung zeigt: Ja, EMDR kann hart sein. Aber viele berichten, dass die Anstrengung sich lohnt – weil sie hinterher freier atmen, klarer denken und besser mit ihrer Vergangenheit umgehen können.
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