Sind E-Zigaretten ohne Nikotin sicher?

Vielen gilt die E-Zigarette als harmlose Alternative zur herkömmlichen Zigarette – besonders, wenn sie keinen Nikotin enthält. Doch neue Erkenntnisse zeigen: Auch nikotinfreie Dampfgeräte sind nicht ungefährlich. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte warnt vor vermeintlich sicheren Produkten und verweist auf eine aktuelle Studie aus dem Mai 2024.

Die Studie deutet darauf hin, dass das Einatmen von Dampf die Blutgefäße beeinträchtigen kann – unabhängig davon, ob Nikotin enthalten ist oder nicht. Die darin enthaltenen Trägerstoffe wie Propylenglykol und pflanzliches Glycerin können bei wiederholter Inhalation Entzündungen in den Atemwegen fördern und die Durchblutung negativ beeinflussen. Besonders bei Jugendlichen, deren Körper noch im Wachstum sind, kann das langfristige Folgen haben.

Zwar fehlen noch Langzeitstudien, doch erste Hinweise aus der medizinischen Forschung sind alarmierend. Selbst Aromastoffe, die oft als „lebensmittelecht“ beworben werden, entfalten in der Lunge eine ganz andere Wirkung als im Magen. Wenn sie erhitzt und inhaliert werden, können sie reizend wirken oder sogar das Herz-Kreislauf-System belasten.

Experten raten daher: Wer nicht raucht, sollte auch nicht mit dem Dampfen beginnen – auch nicht „mal so zum Spaß“ oder mit nikotinfreien Liquids. Besonders Eltern und Pädagogen sollten sensibilisiert sein, denn viele Jugendliche unterschätzen die Risiken und sehen in E-Zigaretten ein modisches Accessoire.

Die Botschaft ist klar: „Nikotinfrei“ heißt nicht „risikofrei“. Der beste Schutz für Gesundheit bleibt: Finger weg vom Dampfen.

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