Wie E-Zigaretten die Lunge schädigen können

Was viele als „sichere“ Alternative zur herkömmlichen Zigarette ansehen, könnte die Lunge langfristig doch stärker belasten, als gedacht. Eine US-amerikanische Längsschnittstudie vom Januar 2020 liefert klare Hinweise darauf, dass der Dampf von E-Zigaretten keineswegs harmlos ist. Forscher beobachteten über mehrere Jahre Menschen, die E-Zigaretten nutzten, und stellten fest: Das Risiko, an chronischen Atemwegserkrankungen zu erkranken, steigt deutlich.

Untersucht wurden unter anderem Krankheiten wie chronische Bronchitis, Asthma, Lungenemphysem und COPD – alles Erkrankungen, die die Atmung dauerhaft beeinträchtigen können. Interessant ist dabei, dass selbst Nutzer, die nie konventionell geraucht haben, ein erhöhtes Risiko zeigten. Das spricht dafür, dass die Inhaltsstoffe des Dampfes selbst – wie Propylenglykol, Aromastoffe oder feinste Partikel – die Atemwege reizen und entzünden können.

Die Studie unterstreicht, dass „rauchfrei“ nicht automatisch „gesundheitlich unbedenklich“ bedeutet. Besonders die wiederholte Einatmung von erhitzten Chemikalien kann über die Zeit Schäden im empfindlichen Gewebe der Lunge verursachen. Auch wenn E-Zigaretten beim Ausstieg aus dem Tabakkonsum helfen können, sollten sie nicht als risikofrei abgetan werden.

Letztlich zeigt die Forschung: Die Lunge reagiert empfindlich auf alles, was nicht reine Luft ist. Langfristige Sicherheit von E-Zigaretten ist bis heute nicht belegt – im Gegenteil: Warnsignale häufen sich. Wer seine Atemwege schützen will, sollte am besten komplett auf Inhalation von Dampf und Rauch verzichten.

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