Kann man in einer Stunde braun werden?

Die Vorstellung, in nur einer Stunde eine gleichmäßige, dauerhafte Bräune zu bekommen, klingt verlockend – besonders zu Beginn der Badesaison. Doch laut Experten ist das weder realistisch noch gesund. Ein echter, langanhaltender Sommerlook entsteht nicht über Nacht, sondern durch einen schrittweisen Prozess der Haut.

Unsere Bräune entsteht durch die Produktion von Melanin, dem Pigment, das die Haut dunkler färbt. Dafür braucht es UV-A- und UV-B-Strahlen. Während UV-B für die Bildung von Vitamin D wichtig ist – schon bei 15 Minuten Tageslicht pro Tag bei sechs Prozent freier Hautfläche –, sind UV-A-Strahlen dafür verantwortlich, dass die Haut Farbe annimmt.

Einmalige lange Sonnenexposition, besonders ohne Schutz, führt oft nicht zu einer schönen Bräune, sondern zu Sonnenbrand – und erhöht das Risiko für vorzeitige Hautalterung oder gar Hautkrebs. Langsame, kontrollierte Einwirkung von Sonne plus ausreichend Schutz ist der sicherere Weg.

Und was ist mit Sonnencreme? Viele glauben, dass hoher Lichtschutz die Bräunung komplett stoppt. Doch das stimmt nicht ganz: Auch mit Creme nimmt die Haut Farbe an – nur langsamer und geschützter. Moderne Produkte erlauben eine schonende Bräunung, ohne das Gewissen zu belasten.

Wer schnell braun werden möchte, setzt oft auf Solarium oder Tanning-Produkte. Doch auch hier gilt: Natürliche Bräune braucht Zeit. Ein gesunder Teint entsteht nicht in 60 Minuten, sondern über Tage hinweg – mit Geduld, Schutz und der richtigen Pflege.

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