Elektroauto mit Powerbank laden – geht das wirklich?

Kann man mit einer Powerbank ein E-Auto laden? Auf den ersten Blick klingt die Vorstellung absurd – doch ein britischer Start-up zeigt, dass es zumindest im Notfall durchaus möglich ist.

Das Unternehmen Zipcharge hat mit dem Zipcharge Go einen mobilen Power-Koffer entwickelt, der wie eine übergroße Powerbank funktioniert. Er wiegt etwa 25 Kilogramm, passt aber trotzdem in viele Kofferräume und lässt sich dank integrierten Rollen und Griff leicht transportieren. Mit einer Kapazität von vier Kilowattstunden kann er innerhalb von 30 bis 60 Minuten genug Energie liefern, um ein Elektroauto temporär weiterzubringen – etwa 20 bis 30 Kilometer Reichweite, je nach Modell.

Der Koffer wird einfach über den üblichen Mode-2-Ladekabel (wie beim Heimlader) ans Auto angeschlossen. Er ersetzt keine feste Ladesäule und ist auch kein Dauerzustand – aber er kann in Notsituationen helfen, etwa wenn die nächste Ladestation zu weit entfernt ist oder verspätet freigeschaltet wird.

Zipcharge sieht den Go als Ergänzung zur bestehenden Ladeinfrastruktur, besonders für Mieter, die keinen festen Ladepunkt haben, oder für Reisende, die unterwegs auf Flexibilität angewiesen sind. Auch für Flottenbetreiber oder Carsharing-Anbieter könnte die mobile Lösung interessant sein.

Ob sich der Power-Koffer langfristig durchsetzt, wird sich zeigen. Doch eines ist klar: Ideen wie diese zeigen, wie kreativ die Branche bei der Lösung des Reichweitenproblems wird – und dass das Zeitalter der Mobilität auch das Zeitalter der mobilen Energie ist.

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