Können „Mouches volantes“ geheilt werden?
Wenn plötzlich kleine Punkte, Fäden oder Schwaden vor Ihren Augen tanzen, sprechen Ärzte von „Mouches volantes“ – einem französischen Begriff, der „fliegende Mücken“ bedeutet. Viele Menschen nehmen diese winzigen Schatten zunächst als störend wahr, besonders bei hellem Licht oder auf hellen Hintergründen.
Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist diese Erscheinung völlig harmlos. Sie entsteht meist durch winzige Trübungspartikel im Glaskörper des Auges, dem gallertartigen Gewebe, das den Augapfel ausfüllt. Mit dem Alter verändert sich dieser Glaskörper, verdichtet sich oder löst sich teilweise ab – eine natürliche Entwicklung, besonders bei Menschen über 50.
Wurde eine Glaskörpertrübung diagnostiziert, ist in der Regel keine Behandlung nötig. Die „Mouches volantes“ stören oft nur am Anfang, bis sich das Gehirn an die Reize gewöhnt. Meist verschwinden sie mit der Zeit oder fallen einfach nicht mehr auf.
Trotzdem: Plötzlich auftretende Lichtblitze, ein vermehrter Schwarm von Punkten oder ein Gesichtsfeldausfall sind Alarmzeichen. Dann sollte unbedingt sofort ein Augenarzt aufgesucht werden, denn es könnte sich um eine Ablösung des Glaskörpers handeln, die in seltenen Fällen zu einer Netzhautablösung führen kann.
Selbst eine spezielle Operation oder Laserbehandlung wird nur in extrem seltenen, schweren Fällen in Betracht gezogen – bei den meisten Patienten überwiegt das Risiko gegenüber dem Nutzen. Die Natur nimmt hier meist ihren Lauf – und die störenden Mücken im Auge verblassen mit etwas Geduld von selbst.
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