Panikattacken ohne sichtbaren Auslöser

Es passiert oft völlig unerwartet: Das Herz fängt plötzlich an zu rasen, die Brust schnürt sich zu und eine Welle von tiefer Angst überrollt den Körper. Viele Betroffene fragen sich in diesem Moment verzweifelt, was der Auslöser war. Die überraschende Antwort lautet: Eine Panikattacke kann tatsächlich völlig ohne erkennbaren Grund auftreten.

Unser Gehirn verfügt über ein sensibles Alarmsystem, das uns eigentlich vor echten Gefahren schützen soll. Bei einer Panikattacke schlägt dieses System Alarm, obwohl keine reale Bedrohung vorliegt. Der Körper schüttet schlagartig Stresshormone wie Adrenalin aus. Das führt zu intensiven körperlichen Reaktionen wie Atemnot, Schwindel, Zittern oder Schweißausbrüchen. Weil diese Symptome so plötzlich und heftig kommen, glauben viele Menschen im ersten Moment an ein medizinisches Problem, wie etwa einen Herzinfarkt.

Tritt eine solche Attacke nur einmalig auf, ist das meist harmlos. Wenn sich diese Phasen extremer Angst jedoch häufen, kann sich daraus eine sogenannte Panikstörung entwickeln. Betroffene entwickeln oft eine Angst vor der Angst und fangen an, bestimmte Situationen oder Orte zu meiden.

Das Wichtigste ist zu wissen: Panikattacken sind zwar extrem unangenehm, aber nicht gefährlich. Wer regelmäßig darunter leidet, sollte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Durch Methoden wie die kognitive Verhaltenstherapie lassen sich Panikstörungen heute sehr gut und nachhaltig behandeln.

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