Kann man sich durch eigene Gedanken selbst traumatisieren?
Die Frage, ob man sich selbst traumatisieren kann, beschäftigt viele Menschen, die unter wiederkehrenden, belastenden Gedanken leiden. Grundsätzlich entsteht eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) durch ein konkret erlebtes oder beobachtetes Ereignis, das als lebensbedrohlich oder extrem verstörend empfunden wurde. Dennoch spielen die eigenen Gedanken bei der Verarbeitung eine entscheidende Rolle.
Ein zentrales Symptom der PTBS ist das ungewollte Wiedererleben des Ereignisses. Dies geschieht häufig durch intensive Flashbacks im Alltag oder durch wiederkehrende Alpträume. Wenn Betroffene das Erlebte gedanklich immer wieder durchgehen, versetzt sich das Nervensystem erneut in Alarmbereitschaft. Auch wenn man ein Trauma meist nicht rein gedanklich erschafft, kann dieses ständige innere Wiederholen die Symptome erheblich verstärken und aufrechterhalten.
Das wiederholte Durchleben verhindert oft, dass die seelische Wunde heilen kann. Wer vermutet, unter einer Traumafolgestörung zu leiden, sollte auf Signale wie Übererregbarkeit, emotionale Taubheit oder Vermeidungsverhalten achten. Ein fundierter PTBS-Selbsttest bietet hierbei eine erste Orientierung, ersetzt jedoch keinen Facharzt oder Psychotherapeuten.
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