Depression und doch glücklich? Ja, das geht!

Es klingt widersprüchlich, ist aber möglich: Auch Menschen mit Depressionen können fröhlich sein – zumindest zeitweise. Die Erfahrung von Traurigkeit, Antriebslosigkeit oder Hoffnungslosigkeit schließt nicht aus, dass Momente der Freude, des Lachens oder tiefer Zufriedenheit auftreten. Genau diese Balance zwischen Betroffenheit und Lebensfreude zeigt sich immer wieder bei der MUT-TOUR, einer jährlichen Radreise quer durch Deutschland.

Seit Jahren machen Betroffene, Angehörige und Unterstützer bei dieser Tour mit – nicht, um die Depression zu verdrängen, sondern, um offen darüber zu sprechen und gleichzeitig zu zeigen: Leben ist möglich, auch mit Last auf den Schultern. Am 20.08.2019 etwa wurde wieder ein Etappenziel erreicht, nicht nur geografisch, sondern auch emotional. In den Tagebüchern der Teilnehmenden liest man von Müdigkeit, aber auch von ungeahnter Stärke; von dunklen Gedanken, die Platz machen für Sonne, Gemeinschaft und das Gefühl: „Ich bin nicht allein.“

Depression bedeutet nicht, dass man dauertraurig ist – genauso wenig wie ein glücklicher Moment bedeutet, dass alles vorbei ist. Es geht um Balance, um Akzeptanz und darum, sich erlauben zu dürfen, zwischendurch auch einfach mal glücklich zu sein. Die MUT-TOUR beweist Jahr für Jahr: Ja, Freude und Depression können nebeneinander existieren. Und manchmal, mit der richtigen Unterstützung, sogar Frieden miteinander schließen.

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