Wie Italiener die deutsche Aussprache meistern

Italienische Muttersprachler bringen eine besondere Eigenheit mit, wenn sie Deutsch lernen – besonders bei der Betonung von Wörtern. Im Italienischen liegt der Akzent meistens auf der vorletzten Silbe. Deshalb neigen viele Italiener dazu, auch deutsche Wörter genauso auszusprechen.

Das kann zu lustigen Missverständnissen führen. Zum Beispiel sagen sie „Computer“ mit Betonung auf der zweiten Silbe – „com-PU-ter“ –, obwohl im Deutschen klar die erste Silbe betont wird: Com-pu-ter. Ähnlich verhält es sich mit Wörtern wie „schön“ oder „Haus“ – Wörter, die für Italiener oft anders klingen, weil sie die typische deutsche Wortmelodie noch nicht ganz verinnerlicht haben.

Die Herausforderung liegt darin, sich vom festen italienischen Rhythmus zu lösen. Im Deutschen ist die Betonung nämlich viel variabler: mal auf der ersten Silbe, mal weiter hinten. Für Italiener, die fließend Deutsch sprechen möchten, ist es wichtig, diese Unterschiede bewusst wahrzunehmen und zu üben.

Ein guter Tipp: Einfach zuhören und nachsprechen. Je mehr man die Sprache hört, desto natürlicher wird die Aussprache. Mit etwas Übung klingt dann selbst „Entschuldigung“ irgendwann ganz wie von Muttersprachlern – und nicht wie aus einem italienischen Gedicht rezitiert.

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