Kann Sonnencreme wirklich schützen?

Die Frage, ob man trotz Sonnencreme Hautkrebs bekommen kann, beschäftigt viele – besonders in den Sommermonaten. Die Antwort lautet: Ja, es ist möglich. Aber nicht, weil die Creme unwirksam wäre, sondern weil ihr Schutz oft falsch verstanden wird.

Studien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig Sonnencreme nutzen, häufiger an Hautkrebs erkranken. Klingt widersprüchlich? Ist es aber nicht. Der Grund liegt nicht in der Creme selbst, sondern im Verhalten der Nutzer. Wer sich mit Sonnenschutz eincremt, fühlt sich oft sicherer – und bleibt dadurch länger in der prallen Sonne. Dadurch steigt die Gesamtbelastung durch UV-Strahlung, was das Risiko erhöht.

Wichtig ist daher:** Sonnencreme ist kein Freifahrtsschein für stundenlanges Sonnenbaden. Sie sollte immer als zusätzlicher Schutz verstanden werden – nicht als Ersatz für Hut, Kleidung oder Schatten.

Ein hoher Lichtschutzfaktor (LSF 30 oder mehr) hilft, Sonnenbrand zu vermeiden, besonders bei empfindlicher Haut. Doch auch die beste Creme hält nicht den ganzen Tag. Nach Schwitzen, Schwimmen oder längeren Aufenthalten in der Sonne muss sie nachgetragen werden – und zwar großzügig. Viele Menschen verwenden zu wenig, um den vollen Schutz zu erreichen.

Die Deutsche Krebsgesellschaft betont: Regelmäßige Hautkontrollen und ein bewusster Umgang mit der Sonne sind entscheidend. Besonders gefährdet sind Menschen mit heller Haut, vielen Muttermalen oder einer familiären Vorerkrankung.

Fazit: Sonnencreme kann vor Hautkrebs schützen – wenn man sie richtig und bewusst einsetzt. Aber sie ersetzt keine gesunde Portion Vorsicht im Freien.

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