Kann Vaseline bei Scheidentrockenheit helfen?

Ein trockenes Gefühl in der Scheide ist unangenehm und betrifft viele Frauen – besonders in den Wechseljahren, nach der Geburt oder unter bestimmten Medikamenten. Viele suchen deshalb nach einfachen Lösungen aus der Hausmittel-Apotheke. Eine davon ist Vaseline.

Vaseline kann kurzfristig Linderung verschaffen, da sie die empfindliche Haut schützt und Feuchtigkeit einschließt. Allerdings ist sie für den Einsatz in der Scheide nicht geeignet. Das liegt vor allem daran, dass sie auf Silikonbasis ist und nicht wasserlöslich. Dadurch kann sie das natürliche Gleichgewicht der Scheidenflora stören und Keime einschließen, was Infektionen begünstigen kann.

Außerdem bleibt Vaseline länger im Gewebe haften und lässt sich nur schwer entfernen. Das erhöht das Risiko für Entzündungen oder Pilzinfektionen. Auch Kondome können durch fetthaltige Substanzen wie Vaseline beschädigt werden – ein weiterer Grund, sie dort besser nicht einzusetzen.

Bessere Alternativen sind spezielle, wasserbasierte Gleitmittel oder medizinische Feuchtigkeitspflegen, die auf die empfindliche Vaginalregion abgestimmt sind. Bei anhaltender Trockenheit ist ein Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt sinnvoll. Oft stecken hormonelle Veränderungen dahinter, die gezielt behandelt werden können.

Kurz: Was im Bad als Allzweckmittel beliebt ist, gehört nicht in die Scheide. Lieber auf Produkte zurückgreifen, die medizinisch geprüft und speziell für diese empfindliche Region entwickelt wurden.

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