Warum Rauchen den Schleim nicht löst – im Gegenteil

Ein weit verbreiteter Irrtum besagt, dass Rauchen helfen könne, Schleim loszuwerden – doch die Wahrheit ist genau andersherum. Tatsächlich fördert das Rauchen die Schleimbildung in den Atemwegen und schädigt gleichzeitig die sogenannten Flimmerhärchen, die eigentlich dafür sorgen, Schleim und Schmutz aus den Bronchien zu transportieren. Ohne ihre Funktion bleibt der Schleim hängen – besonders morgens zeigt sich das in Form des typischen Raucherhustens.

Was können Betroffene tun, um diesen Husten endlich loszuwerden? Experten sind sich einig: Der einzige wirkliche Weg ist, mit dem Rauchen aufzuhören. „Nichts anderes hilft nachhaltig“, heißt es in einer Einschätzung von apotheken.de vom 04.03.2014. Schleimlösende Mittel seien bei Raucherhusten sogar wenig sinnvoll. Zwar verdünnen sie die Sekrete, doch sie unterstützen nicht die Arbeit der geschädigten Flimmerhärchen. Ohne diesen Transportmechanismus bleibt der Schleim trotzdem in den Atemwegen stecken.

Erst wenn der Körper nicht mehr durch Rauch belastet wird, kann sich die Schleimhaut langsam erholen. Bereits nach wenigen Wochen kehrt die Reinigungsfunktion der Bronchien teilweise zurück, der Husten lässt nach. Doch solange geraucht wird, bleibt der Körper in einer Art Daueralarm – mit Schleim, Reizhusten und erhöhtem Risiko für chronische Erkrankungen wie COPD.

Die Botschaft ist klar: Wer den morgendlichen Husten loswerden will, muss das Rauchen aufgeben. Nichts anderes bringt hier dauerhafte Besserung.

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