Kann Stress einen Schlaganfall auslösen?

Stress ist im Alltag allgegenwärtig – sei es am Arbeitsplatz, in der Familie oder durch private Sorgen. Doch was viele unterschätzen: Dauerhafter Stress kann das Risiko für einen Schlaganfall erheblich erhöhen. Wie der Weltschlaganfalltag 2021 zeigte, ist der Zusammenhang zwischen psychischem Druck und plötzlichen Gefäßereignissen wissenschaftlich belegt.

Die Gefahr entsteht nicht nur indirekt – etwa durch ungesunde Ausgleichsmechanismen wie Rauchen oder mangelnde Bewegung –, sondern auch ganz direkt. Stress beschleunigt die Alterung der Blutgefäße und führt zu einer dauerhaften Erhöhung des Blutdrucks. Beides sind zentrale Risikofaktoren für einen Schlaganfall. Wenn die Gefäßwände über Jahre unter Spannung stehen, verlieren sie an Elastizität, Ablagerungen bilden sich leichter – und die Wahrscheinlichkeit eines Verschlusses oder eines Risses in einer Hirnarterie steigt deutlich an.

Studien belegen, dass Menschen in besonders belastenden Berufen oder Lebenssituationen häufiger einen Schlaganfall erleiden, besonders wenn sie zusätzlich an Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht leiden. Die gute Nachricht: Ein großer Teil dieser Risiken lässt sich beeinflussen. Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, Entspannungstechniken und ein bewusster Umgang mit Zeitdruck können helfen, den Körper zu entlasten.

Es geht nicht darum, das Leben stressfrei zu machen – das ist kaum möglich. Vielmehr geht es darum, Stress besser zu managen, bevor er Spuren hinterlässt. Denn die Gesundheit der Gefäße beginnt im Kopf – und in der Art, wie wir mit Druck umgehen.

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