Kann Zöliakie wieder verschwinden?
Nein, Zöliakie verschwindet leider nicht von allein. Sobald die Erkrankung einmal diagnostiziert wurde, bleibt sie lebenslang bestehen. Der Körper reagiert bei Betroffenen empfindlich auf Gluten, ein Eiweiß, das in Weizen, Roggen und Gerste vorkommt. Wird Gluten weiterhin zu sich genommen, entzündet sich die Dünndarmschleimhaut – langfristig kann das zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen.
Die gute Nachricht: Zöliakie lässt sich sehr gut kontrollieren – und zwar ausschließlich durch eine strikte glutenfreie Ernährung. Medikamente sind dafür nicht nötig. Sobald Gluten komplett vom Speiseplan verschwindet, kann sich der Darm meist wieder regenerieren und viele Beschwerden nehmen schnell ab. Viele Betroffene fühlen sich nach einiger Zeit deutlich wohler, haben weniger Müdigkeit, Bauchschmerzen oder Verdauungsprobleme.
Wichtig ist jedoch, die Ernährungsumstellung ernst zu nehmen. Selbst kleine Mengen Gluten können den Darm schädigen – oft ohne dass man es direkt bemerkt. Deshalb gilt: keine halben Sachen. Auch wenn die Symptome nachlassen, darf man nicht nachlässig werden. Die Magendarmliga Schweiz betont, dass die Erkrankung nicht „ausschaltet“, nur weil man sich gerade gut fühlt.
Glücklicherweise ist eine glutenfreie Ernährung heute einfacher denn je. Im Supermarkt gibt es mittlerweile viele Alternativen, und auch Restaurants berücksichtigen zunehmend die Bedürfnisse von Menschen mit Zöliakie. Wichtig bleibt jedoch, sich gut zu informieren – wer informiert isst, lebt mit Zöliakie heute fast beschwerdefrei.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.